
Kronen Zeitung
LEGIONÄR AFFENGRUBER
Gegen Gaucho-Star um weiteren Aha-Moment
David Affengruber ist Elches Fels in der Brandung im spanischen Abstiegskampf! Heute, Mittwoch, wartet auf den ÖFB-Legionär im Duell mit Atletico Madrid eine Mammut-Aufgabe, gilt es auch Argentiniens Superstar Julian Alvarez zu stoppen. Das wäre das perfekte Bewerbungsschreiben für Teamchef Ralf Rangnick.
„Wir haben im Hinspiel in Madrid (Anm. 1:1) bewiesen, dass wir mithalten können. Mit unseren Fans im Rücken und einer Leistung am oberen Limit können wir auch zuhause gegen Atletico etwas mitnehmen.“ Sechs Spiele warten auf David Affengruber mit dem FC Elche noch im spanischen Abstiegskampf, bis Teamchef Ralf Rangnick seinen WM-Kader am 18. Mai nominiert. Umso wichtiger ist für den 25-Jährigen der Hit am Mittwoch in der spanischen La Liga gegen die Simeone-Truppe, eine weitere Chance, für einen Aha-Moment zu sorgen.
Ähnlich wie letzte Woche gegen Valencia, da glänzte er wieder einmal beim 1:0 mit Topwerten: 90 Ballaktionen, eine Passquote von 90 Prozent, alle Luft-Zweikämpfe gewonnen, 17 Balleroberungen. „Es war ein Derby, für uns enorm bedeutend – der Sieg gibt uns Rückenwind“, liegt der Fokus von Affengruber, den spanische Medien wie David Alaba beim AC Milan ins Gespräch bringen, voll und ganz auf Elche: „Der Verein hat mir die Chance gegeben, nach Spanien zu gehen – da will ich etwas zurückgeben.“ Nachsatz: „Und ich kann mich ja nur mit Leistung empfehlen.“
Bei Rangnick. Beim 5:1-Testsieg im März gegen Ghana hatte Affengruber ja sein Teamdebüt gefeiert. Doch seit damals ist die ohnehin riesige Konkurrenz in Österreichs Innenverteidigung noch größer geworden: Max Wöber kehrte nach langer Verletzungspause bei Werder Bremen in den Kader zurück. Samson Baidoo, mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro der drittwertvollste Österreicher, feierte bei Lens sogar schon sein Comeback.
Rangnick hat bei neun starken Innenverteidigern bei der WM die Qual der Wahl. Da würde es Affengruber helfen, wenn er heute gegen Atletico Antoine Griezmann und Julian Alvarez stoppt. Der 90-Millionen-Euro-Argentinier ist mit 14 Toren in 51 Partien nach Lionel Messi der Superstar der Gauchos, schnürte auch im WM-Halbfinale einen Doppelpack.
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