
Kronen Zeitung
NACH MEGA-PATZER
Sturm besiegt Rapid und zieht in Tabelle vorne weg
Sturm Graz hat sich mit einem Sieg im Topspiel der 25. Runde im Meisterrennen der Fußball-Bundesliga Luft verschafft. Die Grazer feierten am Ostersonntag bei Rapid einen 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg und bauten den Vorsprung auf die Grün-Weißen, Salzburg und den LASK auf vier Zähler aus.
Albert Vallci (13.) und Seedy Jatta (52.) nach einem Patzer von Rapid-Goalie Niklas Hedl schossen effiziente Grazer zu einem verdienten Erfolg in Hütteldorf.
Für den Meister war der erste Sieg über Rapid in dieser Saison ein wichtiger Schritt in Richtung Titelverteidigung. Rapid verabsäumte nach zuletzt drei Erfolgen den Sprung an die Tabellenspitze und erlitt einen herben Dämpfer im Titelrennen.
Sturms Spielmacher Otar Kiteishvili sah das Gipfeltreffen in Wien zunächst von der Bank aus. Der Georgier war mit einer Oberschenkelblessur aus der Länderspielpause zurückgekehrt. Im Tor feierte Daniil Khudiakov nach langer Verletzungspause sein Bundesliga-Saisondebüt. Aufseiten Rapids fehlte Linksverteidiger Jannes Horn gesperrt.
Vallci brachte Meister in Front
Die 16.110 Zuschauer im strafbedingt noch einmal teilgesperrten Allianz-Stadion sahen einen sehr aktiven Beginn der Hütteldorfer, der unbelohnt blieb. Die erste Großchance war den Gästen aus Graz vorbehalten. Kapitän Jon Gorenc Stankovic verzog aus zentraler Position (7.), weckte damit seine Mitspieler sichtlich auf. Nach einer Ecke landete der Ball über Umwege bei Vallci, der einen satten Volley zum 1:0 unter die Latte setzte.
Ein Missverständnis in der Rapid-Defensive brachte just die nächste Topchance. Gizo Mamageishvili zirkelte den Ball an die Außenstange (20.). Die grün-weiße Anfangsoffensive war zu diesem Zeitpunkt längst abgeflacht. Trotz knapp 70 Prozent Ballbesitz gelang es Rapid nicht, in Hälfte eins eine nennenswerte Torchance zu erspielen. Auch Sturm blieb nach dem Stangenschuss bis zur Pause weitgehend ungefährlich.
Hedl-Patzer führte zu 2:0
Dies änderte sich nach Wiederbeginn schlagartig. Zunächst konnte Serge-Philippe Raux-Yao nach einer Hereingabe von Mamageishvili in höchster Not noch klären (46.). Die nächste Chance mündete unter kräftiger Mithilfe von Niklas Hedl im 2:0. Einen harmlosen Abschluss von Hödl ließ der Rapid-Keeper fallen, Jatta staubte ab. Rapid war um eine schnelle Antwort bemüht. Andreas Weimann traf aus kurzer Distanz die Innenstange, ein Tor hätte aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht gezählt (54.).
Nach 71 Minuten feierte das einstige grün-weiße Wunderkind Yusuf Demir nach der Rückkehr zu Rapid sein Comeback in der Bundesliga. Aber auch er schaffte es ebenso wie seine Teamkollegen zuvor nicht, offensiv zwingende Chancen zu kreieren. Zwei Minuten nach Demir kam auch Sturms Kiteishvili ins Spiel. Mit dem Spielmacher brachten die Grazer den Auswärtssieg ohne Probleme über die Zeit.
SK Rapid Wien – SK Sturm Graz 0:2 (0:1)
Wien, Allianz Stadion, 16.110 Zuschauer, SR Gishamer.
Tore:
0:1 (13.) Vallci
0:2 (52.) Jatta
Rapid: Hedl – Cvetkovic, Raux-Yao, Ahoussou (71. Kara) – Bolla, Amane, M. Seidl, Gulliksen (57. Dahl) – Wurmbrand (71. Y. Demir), Weimann, Antiste (71. Tilio)
Sturm: Khudiakov – Vallci, Mitchell, Koller – Gazibegovic (59. Malic), Weinhandl, Gorenc Stankovic, Hödl (73. Fosso) – Rozga (81. Hierländer), Mamageishvili (73. Kiteishvili) – Jatta (73. Malone)
Gelbe Karten: Bolla, Gulliksen, Ahoussou, Tilio bzw. Mamageishvili, Hödl, Mitchell, Rozga
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